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Alfredo Gobbi

Alfredo Gobbi  (1912-1965),

 

Der Name Gobbi ist in sehr besonderer Weise mit dem Tango argentino verbunden, er begleitet seine Entwicklung von der „alten Garde“ bis hinein in unsere Zeit. Alfredo Eusebio Gobbi (1877-1938) war ein Tangokomponist und-sänger der ersten Stunde. Gemeinsam mit seiner Frau Flora bereiste er in den ersten Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts Amerika und Europa, um den Tango bekannt zu machen. Das Paar gastierte auch längere Zeit sehr erfolgreich in Paris, wo ihr Sohn Alfredo zur Welt kam. Allein dadurch schien diesem der Weg als Tangomusiker vorgezeichnet. Er studierte Violine am Konservatorium in Buenos Aires, begann sehr zeitig, sich mit Tangomusik zu beschäftigen, arbeitete in jungen Jahren wie auch d’Agostino mit Juan Maglio „Pacho“, einem Meister der Guardia Vieja. Von vielleicht ausschlaggebender Bedeutung für den Beitrag zur Entwicklung des Tangos, den Alfredo jun. leisten sollte, waren seine Begegnungen mit dem Sextett von Julio de Caro, einem der Wegbereiter der tiefen Veränderungen, die zu den Orchestern der „goldenen“ Vierziger führten. Er besuchte die Auftritte des Sextetts und war fasziniert von dem Geigenspiel Julio de Caros. Alfredo studierte dessen Technik, um sie zu Hause zu üben (Felipe Yofre, La Nacion 31.05.1998, www.lanacion.com.ar). Sein Spiel hatte einen sehr sanften Klang, weniger formell als bei de Caro, dabei meisterhaft die Tangoeffekte einsetzend. Er galt und gilt als „el violín romántico del tango“. Als Komponist und Bandleader hat er vor allem den Instrumentaltango vorangebracht.  Sein Sound ist unverwechselbar, von akademischer musikalischer Struktur und tiefer Sensibilität (Luis Sierra, www.todotango.com.ar)

Weit davon entfernt, de Caro zu kopieren, entwickelte er dessen Stil weiter. Das Piano ist dasjenige, das mit seiner „summenden Markierung“ führt, die Gobbi mit seinem Freund, dem Pianisten Orlando Goñi erfunden hat. Das Klavier wird wunderbar ergänzt von ausdrucksstarkem Spiel der Geige. Gobbi war ein Evolutionist, aber in der vollkommensten Orthodoxie (Luis Tarantino, www.musicargentina.com). 1942 gründete er sein eigenes Orchester, machte aber erst 1947 die ersten Aufnahmen. Luis Sierra verweist auf 14 Instrumentalstücke, die bei RCA Victor erschienen sind und uns die Welt des instrumentalen Tango von Alfredo Gobbi erschließen (www.todotango.com). Darunter sind die Tangos „Orlando Goñi“, der die Rolle des Pianos besonders zeigt und „La viruta“ mit wunderbar schwebendem Violinenklang. Alle 14 Aufnahmen sind auf spotify verfügbar: Tango classics 088: La viruta.

 

Die beiden Beispiele gibt es auch hier:

Orlando goñi : https://youtu.be/0sHRShvnvUk

La viruta: https://youtu.be/oQGpG1uM49E

 

Ein musikalisches Porträt des Alfredo Gobbi von Astor Piazolla ist hier: https://youtu.be/JXtQcKZKE5Y

Eine typische Tanda mit Musik von Alfredo Gobbi findet sich hier: https://youtu.be/U78f9j-nn3E