In einer Umarmung beim Tangotanzen kann es gelingen, für einen Augenblick hinter die Maske zu schauen, die wir unseren Emotionen oft aufsetzen. Romy Meier, freiberufliche Maskenbildnerin und Tangolehrerin in der Academia Urquiza kennt die Situation genau:
Wir schlüpfen in eine Rolle, maskieren uns. Manchmal können wir gerade dadurch der Schönheit der Gefühle auf die Spur kommen, die in einer Person verborgen liegen. Manchmal aber tun sich dabei aber auch Abgründe auf ...
Romy, gebürtige Dresdnerin, lebt und arbeitet seit 1999 in Berlin. Sie war gerade 26 geworden, als der Tango in ihr Leben trat – damals, 2005, geschah dies in der Person des Chefmaskenbildners des Deutschen Theaters, Andreas Müller. Fast in jeder freien Minute hatte er den Tanzunterricht besucht – und begeistert davon erzählt. Und er schien überzeugt, dass der Tango auch etwas für Romy sei. So ließ sie sich überreden, dann überzeugen, dann von der Stimmung einer Milonga faszinieren: Und schon fand sie sich im ersten Jahr ihres Unterrichts drei bis viermal pro Woche im Estudio Sudamerica.