Das Leben ist kurz genug – warum also nicht die schönen Augenblicke genießen? Frank Seifart
findet sie beim Tango: privat mit seiner Tanzpartnerin, als Lehrer mit Schülerinnen und
Schülern in der Academia Urquiza, als DJ mit seinen Gästen im Tango Club Social oder einfach
beim Hören von Tangomusik.
1968 in Leipzig geboren, in Strausberg aufgewachsen, lebt Frank seit 1992 in Berlin. Ein erstes
Mal hat er den Tango während seines Biologie-Studiums kennengelernt. Also gab es einmal ein
Leben ohne Tango. Es dauerte 30 Jahre. Doch dann kam das Herbstsemester 1998. Frank ließ
sich von einer Freundin überreden – und geriet in einen Tangokurs der Universität. Franks
Lächeln ist nicht immer leicht zu deuten. Seine Schüler wissen es. Manchmal wirkt es wie ein
stiller Seufzer. Auch jetzt? Soll es sagen: „Ja, ja – es führen viele Wege zum Tango …“? Oder
zeigt es die Erinnerung an den Beginn einer Liebesgeschichte, an eine flüchtige Umarmung, an
das Gefühl, dass es da „mehr“ gibt?